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Hilfsangebote

Kindertagesbetreuung - Notbetreuung in kleinen Gruppen möglich

Mit der ab Sonntag geltenden Corona-Verordnung hat das Land Niedersachsen bis zum 31. Januar den Betrieb von Kindertageseinrichtungen grundsätzlich untersagt. Zulässig ist bis zum Ende des Monats nur eine Notbetreuung in kleinen Gruppen. Die Gruppengröße wurde auf 50 Prozent der regulären Größe limitiert: Das bedeutet, dass in Krippen grundsätzlich nur acht Kinder in einer Gruppe betreut werden sollen, 13 Kinder in Kindergarten-Gruppen und im Hort höchstens zehn Kinder.

Die Notbetreuung soll insbesondere Kindern mit besonderen Bedarfen und Vorschulkindern zu Gute kommen. Außerdem Kindern, bei denen mindestens ein Elternteil in betriebsnotwendiger Stellung in einem Berufszweig von allgemeinem öffentlichem Interesse tätig ist bzw. eine Kündigung oder ein erheblicher Verdienstausfall droht. Darüber, welche Kinder in die Notbetreuung dürfen, entscheiden die Einrichtungsträger vor Ort. Eltern, die ihr Kind zu der Notbetreuung anmelden wollen, werden deshalb gebeten eine entsprechende Bescheinigung ihres Arbeitgebers vorzulegen. Hierfür haben die Städte und Gemeinden einen gemeinsamen Vordruck entwickelt, der hier zum Download bereitsteht.

Sprachheilkindergärten und Heilpädagogische Kindergärten können regulär betrieben werden. Die Anzahl der dort betreuten Kinder liegt generell unter den vorgegebenen Höchstgrenzen für die Notbetreuung.

In Kindertagespflegestellen dürfen weiterhin die genehmigten Kinder betreut werden, weil auch hier die Anzahl der Kinder grundsätzlich gering ist.

Entschädigungen

Als Selbstständiger oder Freiberufler sehen Sie derzeit im Angesicht der Corona-Krise möglicherweise nicht nur Ihre Gesundheit, sondern auch Ihre Existenzgrundlage bedroht. Der Staat bietet hierfür verschiedene Möglichkeiten an, um auch Selbstständige und Freiberufler vor dem wirtschaftlichen Aus zu bewahren.

Entschädigung von Verdienstausfällen - Ihr Ansprechpartner

Wurde durch das Gesundheitsamt des Landkreises Hildesheim eine Quarantäne ausgesprochen, so erhalten Arbeitnehmer und Selbstständige bzw. Freiberufler eine Entschädigung für Verdienstausfälle.
Das Gesundheitsamt des Landkreises Hildesheim ist für die Entschädigung von Verdienstausfällen im Zusammenhang mit einer durch das Gesundheitsamt ausgesprochenen Quarantäne (Absonderung) zuständig. Berechtigte sind hierbei Arbeitnehmer und Selbstständige/ Freiberufler, gegen die direkt eine Quarantäne von der zuständigen Behörde ausgesprochen wurde. Rechtsgrundlage hierfür ist § 56 Infektionsschutzgesetz (IfSG).
Sollte bei Ihnen oder Ihren Mitarbeitern die Anordnung einer Quarantäne erfolgt sein, wenden Sie sich bitte per E-Mail an Gesundheit@landkreishildesheim.de oder per Post an Gesundheitsamt, Ludolfingerstr. 2, 31137 Hildesheim.
Ihnen werden umgehend ein entsprechender Antrag, ein Merkblatt sowie Hinweise zum Datenschutz übersandt.


Entschädigung bei fehlender Kinderbetreuung

Werden Einrichtungen zur Betreuung von Kindern oder Schulen auf Grund des Infektionsschutzgesetzes vorübergehend geschlossen oder deren Betreten untersagt, haben erwerbstätige Sorgeberechtigte von Kindern, die das 12. Lebensjahr noch nicht vollendet haben und die Kinder in diesem Zeitraum selbst betreuen müssen, weil sie keine anderweitige zumutbare Betreuungsmöglichkeit sicherstellen können und dadurch einen Verdienstausfall erleiden, einen Anspruch auf Entschädigung § 56 Abs. 1 a IfSG.

Ansprechpartner ist in diesen Fällen das Gesundheitsamt des Landkreises, in dem der Wohnort des betroffenen sorgeberechtigten Elternteiles liegt. Wichtig: Antragsberechtigt sind die Arbeitgeber oder selbstständig Tätigen.

Sollte der Wohnort des Betroffenen im Landkreis Hildesheim liegen, wenden Sie sich bitte per E-Mail an Gesundheit@landkreishildesheim.de oder per Post an Gesundheitsamt, Ludolfingerstr. 2, 31137 Hildesheim.

Ihnen werden umgehend ein entsprechender Antrag, ein Merkblatt sowie Hinweise zum Datenschutz übersandt.


Was ist eine von der zuständigen Behörde angeordnete Quarantäne?

Eine solche Quarantäne liegt vor, wenn sich

  • eine bestimmte Person
  • eine bestimmte Zeit
  • an einem bestimmten Ort (z. B. eigene Wohnung) aufhalten muss und
  • sich in der Zeit nicht frei bewegen darf und
  • diese Anordnung vom Gesundheitsamt ausgesprochen wurde.

Ein Beispiel: Eine Person, die in Kontakt mit einem mit COVID-19 infizierten Menschen stand, wird durch das Gesundheitsamt des Landkreises Hildesheim unter Quarantäne gestellt, bis klar ist, ob sie selber auch infiziert ist.

Schließung von Einrichtungen / Untersagung von Veranstaltungen

Zur Eindämmung der COVID-19-Epidemie wurden im Landkreis Hildesheim unterschiedliche Maßnahmen ergriffen. Hierzu zählen

  • die Schließung von Gemeinschaftseinrichtungen wie Schulen und Kindertageseinrichtungen
  • die Absage oder Untersagung von Veranstaltungen
  • die Anordnung von Betriebsschließungen wie z. B. Fitnessstudios, Bars, Clubs, etc.
  • u. a. m.

Diese Maßnahmen sind aber keine Quarantäne! Während bei einer Quarantäne die Arbeitnehmer*innen ihre vertraglich geschuldete Arbeitsleistung nicht erbringen können und sie darum einen Ausgleich erhalten sollen, stellen die o. g. Schließungen und Untersagungen keine Quarantäne im Sinne des Gesetzes dar.


Ein Verdienstausfall kann auf der Grundlage des IfSG nicht erstattet werden, wenn

  • Ihre Aufträge wegbrechen, weil Sie freiberuflich tätig sind und die Einrichtungen Ihrer Auftraggeber schließen oder Veranstaltungen, Konzerte etc. abgesagt werden
  • Ihr Fitnessstudio, Ihre Gaststätte, Ihr Schwimmbad, Ihre Freizeiteinrichtung etc. schließen muss
  • Sie Spielhallen schließen mussten
  • Ihre Kunden ausbleiben oder
  • wenn Sie sich in "freiwillige" Quarantäne begeben (z. B. nach Rückkehr aus dem Urlaub)
  • u. a. m. (keine abschließende Aufzählung)


Wer bietet ebenfalls Unterstützung?

Wir wissen um Ihre Nöte und Sorgen, können mit unseren Leistungen aber nur in den oben genannten Fällen helfen. Bitte informieren Sie sich über die Internetseite der betroffenen Einrichtungen oder des Trägers der Einrichtungen (jeweilige Gemeinde), in welcher Form Ihnen geholfen werden kann. Ein wichtiger Ansprechpartner für Unternehmen ist außerdem die Wirtschaftsförderungsgesellschaft Hildesheim Region (HI-REG) mbH, an die Sie sich unter mail@hi-reg.de wenden können.

Informationen für Unternehmen in der Corona-Krise

Die Wirtschaftsförderungsgesellschaft Hildesheim Region (HI-REG) mbH hat für Unternehmen auf ihrer Website www.hi-reg.de Informationen zu Hilfen in der Corona-Krise zusammengestellt. Informiert wird unter anderem zu Liquiditätshilfen, Kurzarbeitergeld, Arbeitslosengeld II, Insolvenzantragspflicht sowie zur Stundung von Steuern, Sozialabgaben, Mieten sowie sonstigen Zahlungsverpflichtungen. Bitte besuchen Sie die Website regelmäßig, da die Informationen laufend aktualisiert werden.

Wenn Sie weitere individuelle Fragen haben, können Sie sich per E-Mail (mail@hi-reg.de) direkt an die HI-REG wenden. Damit die Vielzahl der Anfragen koordiniert abgearbeitet werden kann, sollten Sie Ihre Anfrage bitte ausschließlich an diese E-Mail-Adresse richten. Die HI-REG meldet sich dann schnellstmöglich bei Ihnen.


Eine Übersicht über alle Beratungsangebote und -formate  finden Sie hier als PDF-Datei und hier als EXCEL-Datei.