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Coronainfo Schulkinder

Zahlreiche Studien belegen, dass aufgrund eines häufig symptomfreien Verlaufs einer SARS-CoV-2-Infektion bei Kindern und einer geringen Virenlast von diesen eine geringe Ansteckungsgefahr ausgeht. Zudem reduziert die Durchimpfungsrate der Schülerinnen und Schüler ab dem Alter von zwölf Jahren und die zunehmende Durchimpfungsrate in der Bevölkerung das Risiko einer Übertragung im familiären Umfeld der Kinder. Sie schützen Ihr Kind also am besten, wenn Sie sich impfen lassen. Eine Übersicht über Impfangebote im Landkreis Hildesheim finden Sie hier.

Müssen sich Schülerinnen und Schüler testen?

Alle Schülerinnen und Schüler sowie Personal an Schulen können sich freiwillig testen. Das Land Niedersachsen stellt dafür bis zu drei Testkits pro Person und Woche zur Verfügung. Das anlassbezogene intensive Testen ist entfallen.

Stand: 9.5.2022

Mein Kind zeigt leichte Symptome, fühlt sich aber gut - darf es zur Schule?

Sofern Schülerinnen und Schüler Krankheitssymptome zeigen, die auf eine SARS-CoV-2 Infektion hinweisen können - dazu zählen Fieber, Halsschmerzen, neu aufgetretener Husten oder Schnupfen - sollten diese von der Ärztin/dem Arzt des Vertrauens durch einen PCR-Test abgeklärt werden. Bei negativem Selbst- oder Schnelltest und nur leichter Symptomatik bei ansonsten gutem allgemeinem gesundheitlichem Zustand der Schülerin/des Schülers ist ein Besuch der Einrichtung weiter möglich. Ein Schaubild zu dieser Frage finden Sie hier.

Stand: 31.3.2022

Mein Kind hat ein positives Schnelltestergebnis. Was jetzt?

Schülerinnen und Schüler mit positivem Schnelltestergebnis müssen von den Eltern nicht an das Gesundheitsamt gemeldet werden. Die Niedersächsische Absonderungsverordnung regelt rechtsverbindlich, dass Personen, die einen Selbsttest durchgeführt und dabei ein positives Testergebnis erhalten haben, verpflichtet sind, sich zunächst in häusliche Absonderung zu begeben. Sie sind gehalten, unverzüglich einen PCR-Test zur Abklärung vornehmen zu lassen. Die Verpflichtung zur Absonderung gilt auch ohne eine Anordnung des Gesundheitsamtes.

Stand: 31.3.2022

Mein Schulkind ist mittels eines PCR-Tests positiv auf SARS-CoV-2 getestet worden. Wie verhalten wir uns richtig?

Personen, die auf SARS-CoV-2 positiv getestet unter Isolierung oder als Kontaktperson unter Quarantäne stehen, dürfen eine Schule oder ein Schulgelände nicht betreten und nicht an Schulveranstaltungen teilnehmen. Dies gilt auch für Personen, die sich bei begründetem Verdacht einer SARS-CoV-2-Infektion zuhause absondern müssen.


Der Nachweis einer Infektion mit dem SARS-CoV-2-Virus ist der Schulleitung unverzüglich mitzuteilen. Sowohl der begründete Verdacht einer Erkrankung als auch das Auftreten von SARS-CoV-2-Infektionen in Schulen sind von der Schulleitung dem Gesundheitsamt zu melden. Schülerinnen und Schüler bzw. deren Eltern haben die Schulleitung über den Beginn und das Ende einer Absonderung zu unterrichten.


Wird bei einer Schülerin/einem Schüler labordiagnostisch mittels eines PCR-Tests eine SARS-CoV-2-Infektion nachgewiesen, besteht für diese Schülerin/diesen Schüler die Verpflichtung zu einer Isolierung von fünf Tagen. Diese Verpflichtung zur Isolierung gilt laut der aktuellen Niedersächsischen Absonderungsverordnung auch ohne eine Anordnung des Gesundheitsamtes. Tritt bei mehreren Schülerinnen/Schülern zeitgleich eine SARS-CoV-2-Infektion auf, bei denen kein epidemischer Zusammenhang, d.h. keine gemeinsame Quelle, vermutet wird, besteht für jede/jeden dieser Schülerinnen/Schüler die Verpflichtung zu einer Isolierung von fünf Tagen.
Die Isolierung endet nach den fünf Tagen ohne weitere Kontaktaufnahme durch das Gesundheitsamt und ohne einen weiteren Test, soweit die Schülerin/der Schüler mindestens 48 Stunden zuvor frei von akuten COVID-19-typischen Symptomen wie Fieber, Halsschmerzen, neu aufgetretener Husten oder Schnupfen war. Die Schülerin/der Schüler bzw. die Eltern haben die Schulleitung über die Isolierung und deren Ende zu informieren. Der Impf- oder Genesenenstatus einer Person mit einer PCR-nachgewiesenen SARS-CoV-2-Infektion hat keine Auswirkung auf die Verpflichtung zur Isolierung.


Darüber hinaus enthält die Niedersächsische Verordnung die Verpflichtung für infizierte Personen, eine Liste der Personen zu erstellen, mit denen sie in den 48 Stunden vor dem Auftreten der ersten Symptome bzw. vor der Abstrichnahme des positiven PCR-Tests Kontakt hatten und diese über die SARS-CoV-2-Infektion zu informieren. Im Fall von Kindern müssen dies die Eltern übernehmen. Diese Kontaktliste muss dem Gesundheitsamt auf Verlangen zur Verfügung gestellt werden

Stand: 31.3.2022

Kann für coronapositive Schülerinnen/Schüler die Isolierung verkürzt werden?

Sind bei einer SARS-CoV-2 infizierten Schülerin/einem SARS-CoV-2 infizierten Schüler während der Isolierung keine für eine Infektion mit dem Corona-Virus typische Symptome wie z. B. Fieber, Geruchs-, Geschmacksverlust, Halsschmerzen, Husten, neu aufgetretene Kurzatmigkeit, dauerhafte Müdigkeit oder Schnupfen aufgetreten, kann die Isolierung mit einem negativen PoC-Antigen-Test, der frühestens am fünften Tag nach der Abstrichnahme des positiven PCR-Tests gemacht wird, verkürzt werden.

Auch wenn eine infizierte Schülerin/ein infizierter Schüler während der Isolierung typische Symptome einer Infektion mit dem Coronavirus entwickelt, kann die Isolierung mit einem negativen PoC-Antigen-Test (frühestens fünf Tage nach dem ersten Auftreten der typischen Symptome) verkürzt werden, sofern sie/er mindestens 48 Stunden symptomfrei war. Der PoC-Antigen-Test muss in einer beauftragten Teststelle, einer Apotheke oder einer Arztpraxis durchgeführt und von dieser offiziell bescheinigt werden. Die Isolierung endet dann mit der Übermittlung der Bescheinigung an das Gesundheitsamt per Mail an quarantaene@landkreishildesheim.de. Auch die Schulleitung sollte über die Verkürzung informiert werden. Ein Antigen-Schnelltest zur Laienanwendung (Selbsttest) ist nicht ausreichend, um die Isolation zu verkürzen!

Stand: 9.5.2022

Wann ist eine Schülerin/ein Schüler eine enge Kontaktperson?

Die niedersächsische Absonderungsverordnung regelt rechtsverbindlich, dass sich enge Kontaktpersonen eigenverantwortlich in Quarantäne begeben müssen, sobald sie erfahren, dass sie Kontakt zu einer infizierten Person hatten. Die Ausnahmen von der Absonderungspflicht finden Sie unter der nächsten Frage (Wann ist man von der Quarantänepflicht befreit?).

Enge Kontaktpersonen mit der Verpflichtung zur Quarantäne sind Personen

  • die im selben Haushalt leben, bei der das Coronavirus SARS-CoV-2 durch einen positiven PCR-Test nachgewiesen wurde  
  • mit engem Kontakt länger als zehn Minuten und mit einem Abstand von weniger als 1,5 Metern ohne das beiderseitige durchgehende und korrekte Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung
  • die ein Gespräch mit einem Abstand von weniger als 1,5 Metern ohne das beiderseitige durchgehende und korrekte Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung geführt haben oder
  • die in Kontakt mit Atemwegssekreten einer infizierten Person kamen, zum Beispiel beim Küssen oder durch Anniesen oder Anhusten
  • bei gemeinsamem Aufenthalt in schlecht belüftetem Raum länger als zehn Minuten, auch wenn durchgehend und korrekt eine Mund-Nasen-Bedeckung getragen wurde

Schülerinnen und Schüler, die nur aufgrund eines Kontaktes in der Schule Kontaktperson sind und asymptomatisch bleiben, sind von der Pflicht zur Quarantäne ausgenommen, soweit sie sich an den fünf auf den letzten Kontakt folgenden Schultagen jeweils einem anerkannten PoC Antigen - Test unterziehen und dieser ein negatives Ergebnis erbringt. Letzter Kontakt ist der Kontakt, der zu der Pflicht zur Absonderung geführt hätte (so genannte „Test to-Stay“-Strategie). Informationen dazu finden Sie auch in den aktuellen Ministerbriefen des niedersächsischen Kultusministeriums.

Schülerinnen/Schüler, die als Kontaktperson nicht in Quarantäne müssen, sollen aber genau beobachtet werden. Treten bei diesen Krankheitssymptome auf, die auf eine SARS-CoV-2 Infektion hinweisen können wie Fieber, Halsschmerzen, neu aufgetretener Husten oder Schnupfen, sollten diese von der Ärztin/dem Arzt des Vertrauens durch einen PCR-Test abgeklärt werden. Bei negativem Test und nur leichter Symptomatik bei ansonsten gutem allgemeinem gesundheitlichem Zustand des Kindes ist ein Besuch der Einrichtung weiter möglich.

Stand: 9.5.202216.02.2022

Können Schülerinnen/Schüler als enge Kontaktperson eines Infizierten im privaten Umfeld die Quarantäne verkürzen?

Sind bei einer Schülerin/einem Schüler als enge Kontaktperson während deren Quarantäne keine für eine Infektion mit dem Corona-Virus SARS-CoV-2 typischen Symptome aufgetreten, kann die Quarantäne mit einem negativen PoC-Antigen-Test, der frühestens am Tag fünf nach dem letzten Kontakt zu dem mit der Coronavirus SARS-CoV-2 infizierten Person durchgeführt wird, verkürzt werden.

Der PoC-Antigen-Test muss in einer beauftragten Teststelle, einer Apotheke oder einer Arztpraxis durchgeführt und von dieser offiziell bescheinigt werden. Die Quarantäne endet dann mit der Übermittlung der Bescheinigung an das Gesundheitsamt per Mail an coronakontakte@landkreishildesheim.de. Auch die Schulleitung sollte über die Verkürzung informiert werden. Einen Antigen-Schnelltest zur Laienanwendung (Selbsttest) durchzuführen ist nicht ausreichend!

Stand: 31.03.2022

Wann sind Schülerinnen und Schüler als enge Kontaktperson von der Quarantänepflicht befreit?

Von der Quarantänepflicht befreit sind enge Kontaktpersonen ohne typische Symptome einer SARS-CoV-2-Infektion, die

  • geboostert sind, d.h. sie haben insgesamt drei COVID-19-Impfungen erhalten oder sie sind von einer SARS-CoV-2-Infektion genesen und haben zwei COVID-19-Impfungen erhalten, unabhängig vom eingesetzten Impfstoff
  • von einer SARS-CoV-2-Infektion genesen sind und vor oder nach der SARS-CoV-2-Infektion eine COVID-19-Impfung erhalten haben bis zum 90. Tag nach dem Datum der Abstrichnahme des positiven PCR-Tests oder nach dem Datum der Impfung (unabhängig vom eingesetzten Impfstoff)
  • bisher zweimalig gegen COVID-19 geimpft wurden, ab dem 15. Tag nach der zweiten Impfung bis einschließlich des 90. Tages nach der Impfung (unabhängig vom eingesetzten Impfstoff)
  • von einer SARS-CoV-2-Infektion genesen sind, ab dem 28. bis einschließlich dem 90. Tag nach dem Datum der Abstrichnahme des positiven PCR-Tests

Schülerinnen und Schüler, die nur aufgrund eines Kontaktes in der Schule Kontaktperson sind und asymptomatisch bleiben, sind von der Pflicht zur Quarantäne ausgenommen, soweit sie sich an den fünf auf den letzten Kontakt folgenden Schultagen jeweils einem anerkannten PoC Antigen - Test unterziehen und dieser ein negatives Ergebnis erbringt. Letzter Kontakt ist der Kontakt, der zu der Pflicht zur Absonderung geführt hätte (so genannte „Test to-Stay“-Strategie). Informationen dazu finden Sie auch in den aktuellen Ministerbriefen des niedersächsischen Kultusministeriums.
Schülerinnen/Schüler, die als Kontaktperson nicht in Quarantäne müssen, sollen aber genau beobachtet werden. Treten bei diesen Krankheitssymptome auf, die auf eine SARS-CoV-2 Infektion hinweisen können wie Fieber, Halsschmerzen, neu aufgetretener Husten oder Schnupfen, sollten diese von der Ärztin/dem Arzt des Vertrauens durch einen PCR-Test abgeklärt werden. Bei negativem Test und nur leichter Symptomatik bei ansonsten gutem allgemeinem gesundheitlichem Zustand des Kindes ist ein Besuch der Einrichtung weiter möglich.

Stand: 9.5.2022

Warum ist bei einem Coronafall in der Klasse meines Kindes nicht die ganze Klasse in Quarantäne?

Die Schulleitungen melden nur SARS-CoV-2 infizierte Personen und nicht deren Kontaktpersonen an das Gesundheitsamt.
Aufgrund des regelmäßigen Testens in den Schulen wird Kontaktpersonen aus dem schulischen Umfeld keine Quarantäne angeordnet. Schülerinnen und Schüler, die einzig aufgrund eines Kontaktes in der Schule enge Kontaktperson sind, sind von der Pflicht zur Quarantäne befreit, wenn sie asymptomatisch bleiben und an fünf auf den letzten Kontakt zur infizierten Person folgenden Tagen PoC-Antigentests ein negatives Ergebnis haben. Schließen die fünf Tage ein Wochenende oder einen Feiertag mit ein, zählen diese Tage nicht mit.


Schülerinnen/Schüler, die als Kontaktperson nicht in Quarantäne müssen, sollen aber genau beobachtet werden. Treten bei diesen Krankheitssymptome auf, die auf eine SARS-CoV-2 Infektion hinweisen können wie Fieber, Halsschmerzen, neu aufgetretener Husten oder Schnupfen, sollten diese von der Ärztin/dem Arzt des Vertrauens durch einen PCR-Test abgeklärt werden. Bei negativem Test und nur leichter Symptomatik bei ansonsten gutem allgemeinem gesundheitlichem Zustand des Kindes ist ein Besuch der Einrichtung weiter möglich.

Die Niedersächsische Absonderungsverordnung regelt rechtsverbindlich, dass eine Person, die einen engen Kontakt zu einer SARS-CoV-2 infizierten Person hatte (in diesem Fall im privaten Umfeld), verpflichtet ist, sich in Quarantäne zu begeben. Diese Pflicht zur Quarantäne gilt auch ohne eine Anordnung des Gesundheitsamtes.
Bei einer Häufung von SARS-CoV-2 infizierten Personen innerhalb einer Lerngruppe in einer Schule und engen Kontaktpersonen im privaten Umfeld ordnet das Gesundheitsamt nach wie vor Quarantäne an.

Stand: 31.3.2022

Wann werden in Schulen Abstriche gemacht?

Bei diffusem, nicht mehr nachzuverfolgendem Infektionsgeschehen in einer Schule führt das Gesundheitsamt bei allen Schülerinnen und Schülern einer Lerngruppe und dem betreuenden Personal eine PCR-Testung durch, um mögliche weitere Virusträger frühzeitig zu identifizieren und Infektionsketten zu unterbrechen. Ggf. kann es notwendig werden, dass der Betrieb der Schule nur eingeschränkt unter verschärften Hygieneanforderungen wie kein Durchmischen von Lerngruppen und den jeweiligen Gruppen fest zugewiesenes Personal stattfinden kann. Nach Einzelfallentscheidung durch das Gesundheitsamt kann auch eine gesamte Lerngruppe oder die gesamte Einrichtung in Quarantäne versetzt werden.

Stand: 31.3.2022

Warum wird eine Lerngruppe nicht generell geschlossen, wenn es dort SARS-CoV-2-Infizierte gibt?

In dem Bestreben, den Präsenzunterricht möglichst vielen Schülerinnen und Schülern möglichst dauerhaft zu ermöglichen, muss daher jeweils das frühzeitige Unterbrechen von Infektionsketten einerseits und das Recht auf Bildung andererseits abgewogen werden.
Das Gesundheitsamt ordnet nicht zwingend die Schließung einer Lerngruppe an, wenn in dieser bei mehreren Schülerinnen/Schülern zeitgleich eine SARS-CoV-2-Infektion festgestellt wird, bei denen kein epidemischer Zusammenhang, d.h. keine gemeinsame Quelle, vermutet wird. Vor dem Hintergrund der hohen Zahl von SARS-CoV-2 Infektionen muss für die Entscheidung, welche Maßnahmen wie z.B. die Einschränkung des Regelbetriebs, Schließung von Lerngruppen oder einer gesamten Einrichtung getroffen werden, immer der Einzelfall betrachtet werden. Eine generelle Aussage zu den jeweiligen Auswirkungen eines Infektionsfalls ist nicht möglich.
Es ist allgemeiner Konsens, dass die Bildung und Erziehung ein hohes Gut darstellen, die weitestgehend in Präsenz ermöglicht werden müssen. Um dies zu realisieren, ist ein hohes Maß an Eigenverantwortlichkeit auch der Erziehungsberechtigten zum Wohle der eigenen wie auch aller die Schule besuchenden Schülerinnen und Schüler erforderlich.

Stand: 31.3.2022

Müssen auch Eltern/Geschwisterkinder in Quarantäne?

Die Niedersächsische Absonderungsverordnung regelt rechtsverbindlich, dass eine Person, die mit einer mittels einer PCR positiv getesteten Person in einem gemeinsamen Hausstand zusammenlebt, verpflichtet ist, sich in Quarantäne zu begeben. Diese Pflicht zur Quarantäne gilt auch ohne eine Anordnung des Gesundheitsamtes. Ausnahmen von der Quarantänepflicht lesen Sie hier (Anker setzen)
Wer mit einer Kontaktperson einer positiv getesteten Person in einem gemeinsamen Hausstand zusammenlebt, muss aber nicht in Quarantäne. Dies gilt nur für direkte Kontaktpersonen zu einer/einem Infizierten.

Stand: 31.3.2022

Wann können Schulen die Präsenzpflicht für Schülerinnen und Schüler im Wege der Notkompetenz aufheben?

Ein Ausfall der Infektionsschutzmaßnahme des anlasslosen regelmäßigen Testens der Schülerinnen und Schüler erhöht das Infektionsrisiko in der betroffenen Einrichtung. Kommt eine Schulleitung aufgrund der Bewertung der Situation in der Schule zu dem Ergebnis, dass sofortiges Handeln erforderlich ist und das Gesundheitsamt nimmt trotz mehrfacher, ernsthafter Bemühung keinen Kontakt auf, kann die Schulleitung nach Genehmigung des zuständigen Regionalen Landesamtes für Schule und Bildung im Wege der Notkompetenz die Präsenzpflicht für Schülerinnen und Schüler aufheben, wenn
  • mehr als 20 Prozent betroffene Schülerinnen und Schüler der Schule in Isolierung sind

      oder

  • am dritten aufeinanderfolgenden Tag keine Corona-Schnelltests an der Schule verfügbar sind.

Schließen die drei Tage ein Wochenende oder einen Feiertag mit ein, zählen diese Tage nicht mit.
Das Gesundheitsamt ist unmittelbar über diesen Sachverhalt zu informieren. Diese Maßnahme, deren Auslöser nicht allein das positive Testergebnis mehrerer Schülerinnen und Schüler sein kann, gilt nur, bis das Gesundheitsamt das Fallmanagement übernimmt.
Nur das Gesundheitsamt hat in jedem Einzelfall auch die Möglichkeit, weitergehende Maßnahmen wie Quarantäne, Isolierung oder Schulschließung zum Infektionsschutz anzuordnen, wenn es vor Ort notwendig erscheint. Schulleitungen hingegen haben nicht die Befugnis, Corona-Schutzmaßnahmen anzuordnen.
Den Leitungen der Schulen wurden die Rufnummer einer speziell für deren Fragen während der normalen Dienstzeit erreichbaren Hotline des Gesundheitsamtes und die Nummer der Integrierten Regionalleitstelle für Zeiten außerhalb der regulären Dienstzeit mitgeteilt.

Stand: 31.3.2022

Erhalten Eltern mit einem Kind in Isolation oder Quarantäne Entschädigung wegen Kinderbetreuung?

Arbeitnehmer haben seit dem 30. März 2020 gemäß 56 Abs. 1a IfSG einen Anspruch auf Entschädigung, wenn sie ihre Kinder selbst betreuen müssen in Fällen, in denen das Gesundheitsamt einem Kind eine Absonderung anordnet hat. Das stellte das "Dritte Gesetz zum Schutz der Bevölkerung bei einer epidemischen Lage von nationaler Tragweite"(in Kraft getreten am 19. November 2020) klar.
Für die Dauer der Zahlung des Kinderkrankengeldes nach § 45 Abs. 1 SGB V in Verbindung mit § 45 Abs. 2a Satz 3 SGB V ruht für beide Elternteile der Entschädigungsanspruch nach § 56 Abs. 1a Infektionsschutzgesetz (IfSG). Das Kinderkrankengeld geht dem Anspruch aus dem Infektionsschutzgesetz vor.
Die Regelungen betreffen Eltern mit Kindern unter zwölf Jahren oder behinderten Kindern, die hilfebedürftig sind. Die Entschädigung wird gezahlt, wenn Eltern keine zumutbare Betreuungsmöglichkeit haben und ihnen kein Arbeitsentgelt gezahlt wird.
Wenn Eltern, deren Kind PCR-positiv getestet wurde, dieses Kind betreuen müssen und deshalb nicht arbeiten können, dann kann das betreuende Elternteil Kinderkrankengeld von der Krankenkasse in Anspruch nehmen. Sofern der Anspruch aufgebraucht ist oder das Elternteil nicht gesetzlich krankenversichert ist, kann der Arbeitgeber einen Antrag auf Verdienstausfall nach § 56 Abs. 1a IfSG stellen. Welche Unterlagen dafür benötigt werden, erfahren Sie hier.
Wenn Eltern ihr (bisher PoC-negatives) Kind, das im privaten Umfeld engen Kontakt zu einer coronapositiven Person hatte, nach der Nds. Absonderungsverordnung absondern und deshalb nicht arbeiten können, dann muss das betreuende Elternteil hierfür Urlaub oder/und Überstunden nehmen. Schülerinnen und Schüler, die nur aufgrund eines Kontaktes in der Schule Kontaktperson sind und keine Symptome haben, sind von der Pflicht zur Quarantäne ausgenommen, soweit sie sich an den fünf auf den letzten Kontakt folgenden Schultagen jeweils einem anerkannten PoC-Antigen-Test oder einem im Rahmen schulischer Testkonzepte verwendeten Test unterziehen und dieser jeweils ein negatives Ergebnis erbringt. Gleiches gilt auch für KiTa-Kinder. Eine Quarantäne seitens des Gesundheitsamtes wird erst ausgesprochen, wenn ein Ausbruch in einer Lern- bzw. KiTa-Gruppe festgestellt wird. Der Ausbruch wird durch den/die zuständige/n Fallermittler/in festgestellt.


Wer hat Anspruch auf einen kostenlosen PCR-Test?

Derzeit sind PCR-Tests auf Initiative des Gesundheitsamtes und zur Abklärung eines positiven AG-Schnelltests kostenfrei.

Stand: 31.3.2022

Ergänzende Informationen für Schulleitungen und Eltern

Auf der Website des Niedersächsischen Kultusministeriums ist der am 11.11.2021 aktualisierte “Niedersächsische Rahmen-Hygieneplan Schule“ verfügbar, der Orientierung bietet für den Betrieb von Schulen im Hinblick auf die Verbreitung des Corona-Virus. Er empfiehlt Maßnahmen, die in Summe geeignet sind, die mit der Verbreitung des Corona-Virus verbundenen Infektionsrisiken in Schulen zu vermindern den Präsenzunterricht in Pandemiezeiten zu ermöglichen.

Dort befindet sich auch der Handlungsrahmen für Schulen für besondere Situationen vom 02.02.2022:

https://www.mk.niedersachsen.de/startseite/aktuelles/presseinformationen/omikron-gesundheitsschutz-bildung-und-betreuung-auch-im-2-schulhalbjahr-ermoglichen-in-kitas-und-schulen-erneut-hochgefahren-208169.html

Stand: 16.02.2022

Antworten auf häufig gestellte Fragen unter:

https://www.mk.niedersachsen.de/startseite/ aktuelles/schule_ neues_schuljahr/faq_schule_in_corona_zeiten /faq-schule-196173.html