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Positiv - Was nun?

Viele Menschen sind verständlicherweise beunruhigt und haben Fragen, wenn bei Ihnen das Coronavirus nachgewiesen wird oder engen Kontakt zu einer infizierten Person hatten. Die aktuelle Infektionsdynamik aufgrund der Zirkulation der Omikron-Variante führt noch immer zu hohen Fallzahlen von SARS-CoV-2 infizierten Personen. Durch die anhaltend hohe Anzahl täglicher Neuinfektionen ist das zuvor schon stark ausgelastete Gesundheitsamt des Landkreises an seiner Leistungsgrenze. Dies hat zur Folge, dass SARS-CoV-2 infizierte Personen und deren Kontaktpersonen nur noch mit deutlichem Zeitverzug informiert werden können. Um einige mögliche Fragen zu beantworten, finden Sie hier wichtige Informationen, wie Sie sich verhalten müssen.

Bevor Sie das Gesundheitsamt kontaktieren, bitten wir Sie, hier nachzulesen, ob Ihre Frage beantwortet werden kann. Wenn Sie keine Antwort auf Ihre Frage finden, finden Sie ganz unten auf dieser Seite Kontaktmöglichkeiten mit dem Gesundheitsamt.

Des weiteren haben wir Dokumente zum Download bereitgestellt, die das Gesundheitsamt ggf. bei Ihnen anfordert oder die Sie proaktiv an das Gesundheitsamt weiterleiten können.


Informationen für Infizierte

Was tue ich bei einem positiven Schnelltest?

Wenn Sie einen positiven Selbsttest oder PoC-Antigen-Schnelltest in den Händen halten, müssen Sie sich gemäß der Niedersächsischen Absonderungsverordnung unverzüglich absondern - das bedeutet: Gehen Sie nach Hause und stellen Sie persönliche Kontakte ein. Die Pflicht zur Absonderung gilt auch ohne eine Anordnung des Gesundheitsamtes. Sie sind zudem gehalten, unverzüglich einen PCR-Test zur Abklärung vornehmen zu lassen, der Besuch einer Arztpraxis oder Teststelle zur Durchführung des Tests ist für alle Betroffenen grundsätzlich und ausdrücklich erlaubt.
Der Impf- oder Genesenenstatus hat keine Auswirkung auf die Pflicht zur Isolierung. Darüber hinaus erstellen Sie bitte eine Liste (Name, Adresse, Telefonnummer, Emailadresse) der Personen, zu denen Sie seit den letzten zwei Tagen vor der Durchführung des Tests engen Kontakt hatten (einschließlich der Personen, die mit Ihnen in einem Haushalt leben). Diese Liste muss dem Gesundheitsamt auf Verlangen zur Verfügung gestellt werden. Im Bereich "Downloads" finden Sie dafür ein pdf. Bitte informieren Sie Ihre Kontaktpersonen auch selbstständig über die festgestellte bzw. die mögliche Infektion. Informieren Sie Ihren Arbeitgeber über die Absonderung. Dies ist auch ohne Bescheinigung des Gesundheitsamtes möglich. Bei Kindern und Jugendlichen informieren Sie bitte die Kita- bzw. Schulleitung. Weitere Informationen zu Kindern in Kita oder Schule finden Sie hier.

Zwar ist die Mehrzahl der Ergebnisse von Antigen-Schnelltests korrekt, doch sind sie nicht so zuverlässig wie PCR-Tests. Daher stellt ein positives Ergebnis eines Antigen-Schnelltests lediglich einen Verdacht auf eine Ansteckung mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 dar. Es ist keine Diagnose. Verdachtsfälle aufgrund von positiven Schnelltests müssen von den Betroffenen nicht an das zuständige Gesundheitsamt gemeldet werden. Ein positives Ergebnis eines Antigen-Schnelltests soll durch einen PCR-Test bei der Ärztin/Arzt Ihres Vertrauens oder in einer Teststelle bestätigt werden.

Fällt der PCR-Test negativ aus, ist die Absonderung beendet. Bei positivem PCR-Test ist eine Covid-19-Infektion bestätigt.

Hinweis: Ein negatives Testergebnis bedeutet, dass das Risiko infiziert und ansteckend zu sein, zum Zeitpunkt des Tests reduziert ist. Es ist jedoch nicht gleich null. Ein negatives Testergebnis kann unter Umständen nicht korrekt sein. Wenn beispielsweise wenig Viren im Körper sind, wie dies kurz nach einer Ansteckung oder in der späten Phase einer Infektion der Fall ist, kann ein Test negativ ausfallen, obwohl die getestete Person infiziert ist. Zudem gilt für alle Tests: Sie sind eine Momentaufnahme. Je mehr Zeit seit dem negativen Test vergangen ist, umso weniger sagt das Ergebnis darüber aus, ob man infiziert und ansteckend sein könnte. Daher sollte man auch bei einem negativen Ergebnis eines Tests unbedingt umsichtig handeln und die AHA+L+A-Regeln d.h. Abstand wahren, Hygieneregeln berücksichtigen, im Alltag Maske tragen und regelmäßig gut lüften einhalten.

Solange keine COVID-19-typische Krankheitszeichen auftreten und ggf. durchgeführte Corona-Tests negativ sind, besteht keine Ansonderungspflicht und es muss auch kein Kontakt zum Gesundheitsamt aufgenommen werden.

Was tun bei einem positiven Schnelltest
Was tun bei einem positiven Schnelltest


Stand: 9.5.2022

Was tue ich bei einem positiven PCR-Test?

Absondern

Wenn Sie einen positiven PCR-Nachweis haben, müssen Sie sich gemäß der Niedersächsischen Absonderungsverordnung unverzüglich absondern. Das bedeutet: Gehen Sie nach Hause und stellen Sie persönliche Kontakte ein. Dies gilt auch ohne Kontaktaufnahme seitens des Gesundheitsamtes. Der Impf- oder Genesenenstatus hat keine Auswirkung auf die Pflicht zur Isolierung.

Kontaktliste anlegen

Darüber hinaus erstellen Sie bitte eine Liste (Name, Adresse, Telefonnummer, Emailadresse) mit Personen, zu denen Sie seit den letzten zwei Tagen vor der Durchführung des Tests engen Kontakt hatten (einschließlich der Personen, die mit Ihnen in einem Haushalt leben). Das betrifft Personen die:
•    mit Ihnen im selben Haushalt leben,    
•    mindestens 10 Minuten lang engen Kontakt (unter 1,5 Metern) mit ihnen hatten, ohne dass ein Schutz durch eine FFP2-Maske oder einen medizinischen Mund-Nasen-Schutz (OP-Maske) bestand,    
•    ein Gespräch mit Ihnen führten mit einem Abstand unter 1,5 Metern unabhängig von der Dauer und ohne Schutz durch eine FFP2-Maske oder einen medizinischen Mund-Nasen-Schutz,    
•    in Kontakt mit Ihren Atemwegssekreten kamen zum Beispiel beim Küssen oder durch Anniesen oder Anhusten,
•    sich für mehr als 10 Minuten gleichzeitig mit Ihnen im selben Raum aufgehalten haben und einer wahrscheinlich hohen Konzentration an infektiösen Aerosolen ausgesetzt waren unabhängig vom Abstand und auch wenn durchgehend und korrekt Masken getragen wurden   

Diese Liste muss dem Gesundheitsamt auf Verlangen zur Verfügung gestellt werden. Sie finden diese und weitere Vorlagen im Bereich "Downloads". Um die Kontaktaufnahme mit den Personen zu beschleunigen, mit denen Sie in den 48 Stunden vor dem Auftreten der ersten Symptome bzw. vor der Abstrichnahme des positiven PCR-Tests engen Kontakt hatten, können SARS-CoV-2-Infizierte dem Gesundheitsamt die Kontaktliste an die E-Mail-Adresse coronakontakte@landkreishildesheim.de übersenden. Bitte informieren Sie die in der Liste erfassten Kontaktpersonen der letzten 48 Stunden auch selbstständig über die Infektion. Verwenden Sie hierzu nach Möglichkeit das beigefügte Informationsschreiben „Kontakt zu Corona-Virus SARS-CoV-2: Informationen zur häuslichen Quarantäne" im Bereich "Downloads"

Arbeitgeber / Schul- oder Kitaleitung informieren

Informieren Sie Ihren Arbeitgeber über die Absonderung und deren voraussichtliches Ende. Dies ist auch ohne Bescheinigung des Gesundheitsamtes möglich. Bei Kindern und Jugendlichen informieren Sie bitte die Kita- bzw. Schulleitung. Weitere Informationen zu Kindern in Kita oder Schule finden Sie hier.

Wann müssen Personen in die Absonderung_001
Wann müssen Personen in die Absonderung_001

Muss ich aufgrund eines positiven Tests Kontakt mit dem Gesundheitsamt aufnehmen?

Ihr positives Test-Ergebnis müssen Sie nicht an das Gesundheitsamt übermitteln. Dem Gesundheitsamt werden täglich automatisch von den Laboren alle positiven PCR-Nachweise der Bürgerinnen und Bürger mit Wohnsitz im Landkreis Hildesheim gemeldet. Das Gesundheitsamt bearbeitet die labordiagnostisch nachgewiesenen Fälle und nimmt dabei notwendigerweise Priorisierungen vor: In der jetzigen Phase der Pandemie geht es vor allem darum, Personen mit einem hohen Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf zu schützen und zu verhindern, dass viele Menschen eine Behandlung im Krankenhaus benötigen sowie die Arbeitsfähigkeit der in den Einrichtungen tätigen Personen zu erhalten.

Daher konzentrieren sich die aktiven Ermittlungen des Gesundheitsamts derzeit auf

  • in Einrichtungen der Pflege und Eingliederungshilfe betreute Personen mit dem Risiko schwerer Verläufe.
  • Personen mit Kontakt zu besonders gefährdeten Menschen wie z.B. in Pflege- oder Alteneinrichtungen. Sie könnten eine Infektion in Risikogruppen weitertragen oder eine Vielzahl von Menschen anstecken.
  • in medizinischen Einrichtungen oder Pflegeeinrichtungen tätige Personen zur Aufrechterhaltung der Arbeitsfähigkeit der Einrichtungen.

Die Niedersächsische Absonderungsverordnung regelt rechtsverbindlich, dass eine mittels einer PCR positiv getestete Person verpflichtet ist, sich in umgehend in die Isolierung zu begeben. Diese Pflicht zur Isolierung gilt auch ohne eine Anordnung des Gesundheitsamtes.

Stand: 11.5.2022

Was bedeutet Isolierung bzw. Quarantäne?

Isolierung und Quarantäne sind Absonderungmaßnahmen, deren Ziel es ist, durch die Einschränkung von Kontakten zu anderen Personen die Verbreitung eines Krankheitserregers wie z. B. des Coronavirus SARS-CoV-2 möglichst zu verhindern.

▪       Sie dürfen in dieser Zeit Ihre Wohnung nicht ohne ausdrückliche Zustimmung des Gesundheitsamtes verlassen und auch keinen Besuch von Personen empfangen, die nicht Ihrem Haushalt angehören.

▪       Ausnahmen, die Absonderung z.B. für einen Arztbesuch zu unterbrechen, müssen vorab vom Gesundheitsamt genehmigt werden. In einem medizinischen Notfall dürfen Sie die Wohnung selbstverständlich ohne Genehmigung verlassen.

▪       Falls Sie mit Genehmigung des Gesundheitsamts die Absonderung unterbrechen und Ihre Wohnung verlassen, müssen Sie während dieser Zeit eine FFP2-Maske tragen und Schutz- und Hygienemaßnahmen beachten, um eine Ansteckung anderer Personen mit dem Corona-Virus zu vermeiden.

▪       Entwickeln Sie während Ihrer Absonderung typische Symptome einer SARS-CoV-2-Infektion wie z.B. Fieber, Geruchs- oder Geschmacksverlust, Halsschmerzen, Husten, Kopfschmerzen, neu aufgetretene Kurzatmigkeit, dauerhafte Müdigkeit oder Schnupfen, kontaktieren Sie bitte umgehend das Gesundheitsamt.

▪       Die Absonderung endet ohne weitere Kontaktaufnahme durch das Gesundheitsamt am Ende des fünften Tags soweit Sie mindestens 48 Stunden vor Ende frei von akuten COVID-19-typischen Symptomen wie Fieber, Halsschmerzen, Husten, neu aufgetretene Kurzatmigkeit oder Schnupfen waren.

Zudem sind folgende Hygieneregeln zu beachten:

  • Soweit möglich Minimierung der Kontakte - auch zu Personen des eigenen Haushalts.
  • Nach Möglichkeit zeitliche und räumliche Trennung von den anderen Haushaltsmitgliedern z.B. durch nicht gemeinsames Einnehmen der Mahlzeiten und nicht gemeinsamer Aufenthalt in einem Raum.
  • Beim Husten und Niesen Abstand zu anderen halten, sich wegdrehen und in eine Armbeuge husten oder niesen. Einmaltaschentücher benutzen und anschließend sofort entsorgen.
  • Regelmäßig die Hände gründlich mit warmem Wasser und Seife waschen und das Berühren von Augen, Nase und Mund möglichst vermeiden.

Der Impf- oder Genesenenstatus hat keine Auswirkung auf die Pflicht zur Isolierung.

2022-05-09_Absonderungs-VO
2022-05-09_Absonderungs-VO

Stand: 9.5.2022

Wann endet die Pflicht zur Isolation?

Die Entlassung aus der Isolierung folgt festgelegten Kriterien zu einem Zeitpunkt, an dem davon auszugehen ist, dass die Person nicht mehr ansteckend ist. In der Niedersächsischen Absonderungsverordnung wird verbindlich festgelegt, dass sich Personen, die sich mit dem Coronavirus infiziert haben, in der Regel fünf Tage in häusliche Isolation begeben müssen - beginnend mit dem Tag nach dem Symptombeginn bzw. nach dem Tag der Probenahme des Tests mit dem Nachweis des SARS-CoV-2-Virus. Die Isolation darf grundsätzlich nur dann beendet werden, wenn die Betroffenen mindestens 48 Stunden frei von akuten COVID-19-typischen Symptomen wie Fieber, Halsschmerzen, Husten, neu aufgetretene Kurzatmigkeit oder Schnupfen sind. Sie endet ohne weitere Kontaktaufnahme durch das Gesundheitsamt. Das heißt: Wenn Sie am Montag einen positiven PCR-Abstrich hatten, beginnt die Isolierung am Dienstag und endet am Samstag. Sonntag dürfen Sie Ihre Wohnung also wieder verlassen. Nach Beendigung der Absonderung wird allerdings dringend, täglich eine Selbsttestung mit einem Antigen-Schnelltest durchzuführen und sich bis zu einem negativen Testergebnis freiwillig weiter selbst zu isolieren.

Für Beschäftigte im Gesundheitswesen, in Alten- und Pflegeeinrichtungen, ambulanten Pflegediensten sowie Wohneinrichtungen der Eingliederungshilfe bleibt für die Wiederaufnahme ihrer Tätigkeit nach Ende der Isolation nach fünf Tagen neben der Symptomfreiheit die Vorlage eines negativen Testergebnisses (POC-Schnelltest oder PCR-Test) verpflichtend.

Stand: 11.5.2022

Kann ich meine Isolierung verkürzen?

Mit der Änderung der Absonderungsverordnung gilt eine fünftägige Absonderungspflicht, eine Verkürzung ist nicht vorgesehen. Wenn bei Ihnen während der Isolierung keinerlei typische Symptome einer Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 vorlagen, können Sie nach fünf Tagen Isolierung, die am Tag nach dem Tag der Abstrichnahme des positiven PCR-Tests bzw. nach Symptombeginn beginnen, die Isolierung beenden, sofern Sie mindestens 48 Stunden symptomfrei sind. Es wird aber dringend empfohlen, an fünf Tagen nach dem Ende der Pflicht zur Isolierung täglich einen anerkannten PoC-Antigen-Test oder einen Selbsttest zu machen und sich bis zum Vorliegen eines negativen Testergebnisses freiwillig weiter zu isolieren.

Stand: 11.5.2022

Wann gelte ich als genesen?

Als vollständig genesen gelten laut Verordnung alle, die eine Corona-Infektion überstanden haben - und dies mit einem positiven PCR-Labortest nachweisen können, der mindestens 28 Tage und höchstens 90 Tage (drei Monate) alt ist. Personen, deren Erkrankung länger als drei Monate zurückliegt, gelten nicht mehr als genesen. Zwar bildet das Immunsystem bei einer Erkrankung entsprechende Antikörper aus, diese reduzieren sich aber nach einer gewissen Zeit wieder. Diese Personen können sich bereits vier Wochen nach einer überstandenen Corona-Infektion gegen das Corona-Virus impfen lassen. Sie gelten dabei bereits mit nur einer Impfung als vollständig immunisiert und geschützt.

Stand: 15.2.2022

Woher bekomme ich meinen Genesenennachweis?

Der Genesenennachweis wird in der Regel nach Bearbeitung Ihres Falles automatisch vom Gesundheitsamt zugestellt. Dies kann einige Wochen dauern. Bei Fragen dazu können Sie eine E-Mail an gesundheit@landkreishildesheim.de senden.

Ein Genesenennachweis muss wie der Impfnachweis in deutscher, englischer, französischer, italienischer oder spanischer Sprache in verkörperter oder digitaler Form vorgezeigt werden. Neben der Art der Testung mit Nukleinsäurenachweis zum Nachweis der vorherigen Infektion ist auch die Zeit, die nach der Testung vergangen sein muss, entscheidend. Der Zeitpunkt der Abnahme des positiven Tests darf dabei nur maximal drei Monate (90 Tage) zurückliegen.

Ein Genesenen-Nachweis muss aus fachlicher Sicht folgenden Vorgaben entsprechen:

  • Die Testung zum Nachweis der vorherigen Infektion muss durch eine Labordiagnostik mittels Nukleinsäurenachweis (PCR, PoC-PCR oder weitere Methoden der Nukleinsäureamplifikationstechnik) erfolgt sein und das
  • Datum der Abnahme des positiven Tests muss mindestens 28 Tage zurückliegen und das
  • Datum der Abnahme des positiven Tests darf höchstens 90 Tage zurückliegen.

Stand: 15.2.2022


Informationen für enge Kontaktpersonen

Wann kann man sich mit dem SARS-CoV-2 Coronavirus anstecken?

Anstecken können Sie sich:

  • Zwei Tage vor dem Symptombeginn bzw. vor dem Tag der Probenahme eines Tests mit dem Nachweis des SARS-CoV-2-Virus einer infizierten Person und
  • Während der gesamten Isolierungszeit einer infizierte Person

Stand: 15.2.2022

Wann gelte ich als enge Kontaktperson?

Als enge Kontaktpersonen mit erhöhtem Ansteckungsrisiko gelten laut Niedersächsischer Absonderungsverordnung Personen, zu denen in den letzten zwei Tagen oder seit Durchführung des Tests enger Kontakt bestand. Das sind Personen, die:

  • länger als 10 Minuten und mit einem Abstand von weniger als 1,5 Metern Kontakt zu einer anderen Person hatten, ohne dass beide Personen durchgehend und korrekt eine Mund-Nasen-Bedeckung getragen haben
  • ein Gespräch mit einer Person mit einem Abstand von weniger als 1,5 Meter geführt haben, ohne dass beide Personen durchgehend und korrekt eine Mund-Nasen-Bedeckung getragen haben oder
  • einen schlecht belüfteten Raum länger als 10 Minuten mit einer anderen Person geteilt haben, auch wenn durchgehend und korrekt eine Mund-Nasen-Bedeckung getragen wurde.

Die Pflicht zur Quarantäne für enge Kontaktpersonen wurde im Zuge der Verordnungsänderung vom 7. Mai 2022 aufgehoben. Nach Kontakt zu einer infizierten Person wird jedoch dringend empfohlen, sich für fünf Tage selbst zu testen und die eigenen Kontakte so weit wie möglich zu reduzieren. 

Stand: 11.5.2022

Kontaktperson_001
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Wann muss ich in Quarantäne?

Die Pflicht zur Quarantäne für enge Kontaktpersonen wird im Zuge der Verordnungsänderung vom 7. Mai 2022 aufgehoben. Nach Kontakt zu einer infizierten Person wird jedoch dringend empfohlen, sich für fünf Tage selbst zu testen und die eigenen Kontakte so weit wie möglich zu reduzieren - insbesondere zu älteren Menschen sowie Risikogruppen für einen schweren Krankheitsverlauf. Für Beschäftigte im Gesundheitswesen sowie in Alten- und Pflegeeinrichtungen und ambulanten Pflegediensten, die enge Kontaktpersonen geworden sind, besteht die Pflicht, sich täglich vor Dienstantritt bis zum fünften Tag zu testen.

Stand: 11.5.2022

Ich lebe mit einem Coroninfizierten in einem Haushalt. Wie muss ich mich verhalten?

Alle Haushaltsmitglieder sollten wichtige Verhaltensregeln einhalten, um eine Weiterverbreitung des Virus zu unterbinden. Dazu gehört z.B. sich in unterschiedlichen Räumen aufzuhalten, Abstand zu halten und Körperkontakt zu vermeiden. Haushaltsangehörige von Personen, die sich in Isolierung befinden, sollten ihre eigenen Kontakte möglichst verringern und keine Personen außerhalb des eigenen Haushaltes treffen.

Haushaltsmitgliedern von Personen, die an COVID-19 erkrankt sind, wird empfohlen, dass sie ihre Kontakte auch über das Ende der Isolierung hinaus bis zum Tag 14 einschränken. Gezählt wird beginnend mit dem Tag nach dem Tag, an dem die erkrankte Person erste Symptome gezeigt hat bzw. dem Tag der Probenahme des Tests mit dem Nachweis des SARS-CoV-2-Virus.

Stand: 11.5.2022

Wann gelte ich als geimpft bzw. geboostert?

Ein Impfnachweis, der einen vollständigen Impfschutz gegen das Coronavirus SARS-CoV-2 beweist, muss in deutscher, englischer, französischer, italienischer oder spanischer Sprache in verkörperter oder digitaler Form (nicht abfotografiert) erbracht werden. Bei der Impfung muss ein vom Paul-Ehrlich-Institut (PEI) im Benehmen mit dem Robert Koch-Institut anerkannter Impfstoff verwendet worden sein. Die Auflistung der Impfstoffe sind zu finden auf der Website des PEI.

Wichtig ist auch die für einen vollständigen Impfschutz erforderliche Anzahl an Einzel- sowie Booster-Impfungen sowie die Intervallzeit, die zwischen den Impfungen liegen darf. Auch die Zeit, die nach einer Corona-Schutzimpfung abgewartet werden muss, wird berücksichtigt. Impfzertifikate verlieren nach neun Monaten ihre Gültigkeit, wenn nach einer erfolgten Grundimmunisierung keine Booster-Impfung verabreicht wurde.

Als vollständig geimpft gelten alle Menschen, die den vollen Impfschutz erreicht haben. Dies ist der Fall, wenn nach der letzten erforderlichen Einzelimpfung, also nach Gabe der zweiten (gilt auch für Johnson & Johnson) Impfdosis mindestens 14 Tage vergangen sind. Wer darauf noch eine Auffrischungsimpfung bekommen hat, gilt als "geboostert".
Als vollständig genesen gelten laut Verordnung alle, die eine Corona-Infektion überstanden haben - und dies mit einem positiven PCR-Labortest nachweisen können, der mindestens 28 Tage und höchstens 90 Tage (drei Monate) alt ist.

Stand: 15.2.2022


Weitere Informationen

Warum höre ich nichts vom Gesundheitsamt?

Das Gesundheitsamt des Landkreises Hildesheim steht wie alle anderen Gesundheitsämter der Bundesrepublik vor sehr großen Herausforderungen. Die Omikron-Welle verursacht noch immer täglich eine außergewöhnlich hohe Anzahl an Neuinfektionen. Mit dieser äußerst dynamischen Entwicklung können die Gesundheitsämter nicht mehr Schritt halten. Flächendeckend führt dies zu einem erheblichen Rückstau an unbearbeiteten Fällen – so auch im Landkreis Hildesheim. Trotz eines hohen Personaleinsatzes und des außergewöhnlich großen Engagements der Mitarbeitenden können Betroffene gegenwärtig nur mit einer großen zeitlichen Verzögerung kontaktiert werden - vorzugsweise digital, damit zeitaufwändige Telefonate möglichst entfallen können. 

Die hier aufgeführten Informationen sollen dazu dienen, Ihre Fragen zu beantworten, da Sie in vielen Fällen unabhängig von einer Kontaktaufnahme durch das Gesundheitsamt eigenständig verantwortungsvoll handeln können und müssen. Wenn es einzelfallunabhängige Fragen gibt, die Sie hier nicht beantwortet finden, schauen Sie gern in die FAQs des Landes Niedersachsen. Bei Fragen zu Ihrem Einzelfall können Sie zudem das Gesundheitsamt per Mail an gesundheit@landkreishildesheim.de kontaktieren.

Stand: 31.3.2022

Kontakt

Die Hotline des Gesundheitsamtes Hildesheim erreichen Sie montags bis donnerstags von 9 bis 16 Uhr sowie freitags von 9 bis 12 Uhr unter der Nummer 05121 309-7777. Bitte beachten Sie, dass es wegen der Vielzahl der Anrufe es nicht immer gewährleistet werden kann, dass Sie einen persönlichen Ansprechpartner erreichen. Alternativ schicken Sie Ihre Anfrage bitte per E-Mail an gesundheit@landkreishildesheim.de.

Für die Zusendung von Dokumenten - beispielsweise des negativen Testergebnisses zur Freitestung aus Isolierung oder Quarantäne - verwenden Sie bitte die entsprechende Email-Adresse. Die Verwendung der richtigen Emailadresse erleichtert die interne Zuordnung Ihres Anliegens und beschleunigt dessen Bearbeitung.

Ermittlungsbogen der SARS-CoV-2- Infizierten an: fallermittlung@landkreishildesheim.de

Kontaktliste der SARS-CoV-2-Infizierten an: coronakontakte@landkreishildesheim.de

Bescheinigung über negatives Testergebnis zur Verkürzung der Isolierung von Infizierten an quarantaene@landkreishildesheim.de

Bescheinigung über negatives Testergebnis zur Verkürzung der Quarantäne von Kontaktpersonen an coronakontakte@landkreishildesheim.de

Fotos oder Screenshots digitaler COVID-Impfzertifikate oder Genesenen-Nachweise zur Quarantänebefreiung an coronakontakte@landkreishildesheim.de

Stand: 11.05.2022

Weiterführende Links

Beim Land Niedersachsen finden Sie Grafiken, die übersichtlich und einfach erklären, wie Sie sich in welchem Fall verhalten müssen:

https://www.niedersachsen.de/download/176037

Stand: 11.05.2022


Dokumente zum Download: