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Positiv - Was nun?

Viele Menschen sind verständlicherweise beunruhigt und haben Fragen, wenn bei Ihnen das Coronavirus nachgewiesen wird oder sie engen Kontakt zu einer infizierten Person hatten. Um einige mögliche Fragen zu beantworten, finden Sie hier Hinweise, wie Sie sich verhalten müssen. Zusätzlich erhalten Personen, bei denen mittels PCR das SARS-CoV-2-Virus nachgewiesen worden ist, ein Informationsschreiben des Gesundheitsamts zu allen wichtigen Aspekten. Bitte beachten Sie: Bescheide über die Isolierung bzw. einen Genesenennachweis stellt das Gesundheitsamt nur auf Anforderung aus (s. Punkt "Woher bekomme ich meinen Genesenennachweis?").

Bevor Sie das Gesundheitsamt kontaktieren, bitten wir Sie, hier nachzulesen, ob Ihre Frage beantwortet werden kann. Wenn Sie keine Antwort auf Ihre Frage finden, finden Sie ganz unten auf dieser Seite Kontaktmöglichkeiten mit dem Gesundheitsamt.


Informationen für Infizierte

Was tue ich bei einem positiven Schnelltest?

Wenn Sie einen positiven Selbsttest oder PoC-Antigen-Schnelltest in den Händen halten, müssen Sie sich gemäß der Niedersächsischen Absonderungsverordnung unverzüglich absondern - das bedeutet: Gehen Sie nach Hause und stellen Sie persönliche Kontakte ein. Die Pflicht zur Absonderung gilt auch ohne eine Anordnung des Gesundheitsamtes. Laut Absonderungsverordnung gelten Sie nun als Verdachtsperson und müssen sich unverzüglich einer PCR-Testung unterziehen. Der Besuch einer Arztpraxis oder Teststelle zur Durchführung des Tests ist für alle Betroffenen grundsätzlich und ausdrücklich erlaubt. Die Leitung der Testeinrichtung ist verpflichtet, positiv getestete Personen mit der Mitteilung des Testergebnisses über die Pflicht zur Absonderung zu informieren. Der Impf- oder Genesenenstatus hat keine Auswirkung auf die Pflicht zur Isolierung.

Informieren Sie bitte all Ihre Kontaktpersonen der letzten zwei Tage vor oder seit dem Tag der Abstrichnahme des positiven PCR-Tests über Ihre Infektion und informieren Sie Ihren Arbeitgeber über die Absonderung. Dies ist auch ohne Bescheinigung des Gesundheitsamtes möglich. Bei Kindern und Jugendlichen informieren Sie bitte die Kita- bzw. Schulleitung. Weitere Informationen zu Kindern in Kita oder Schule finden Sie hier.

Zwar ist die Mehrzahl der Ergebnisse von Antigen-Schnelltests korrekt, doch sind sie nicht so zuverlässig wie PCR-Tests. Daher stellt ein positives Ergebnis eines Antigen-Schnelltests lediglich einen Verdacht auf eine Ansteckung mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 dar. Es ist keine Diagnose. Verdachtsfälle aufgrund von positiven Schnelltests müssen von den Betroffenen nicht an das zuständige Gesundheitsamt gemeldet werden. Ein positives Ergebnis eines Antigen-Schnelltests muss durch einen PCR-Test bei der Ärztin/Arzt Ihres Vertrauens oder in einer Teststelle bestätigt werden.

Fällt der PCR-Test negativ aus, ist die Absonderung beendet. Bei positivem PCR-Test ist eine COVID-19-Infektion bestätigt.

Hinweis: Ein negatives Testergebnis bedeutet, dass das Risiko infiziert und ansteckend zu sein, zum Zeitpunkt des Tests reduziert ist. Es ist jedoch nicht gleich null. Ein negatives Testergebnis kann unter Umständen nicht korrekt sein. Wenn beispielsweise wenig Viren im Körper sind, wie dies kurz nach einer Ansteckung oder in der späten Phase einer Infektion der Fall ist, kann ein Test negativ ausfallen, obwohl die getestete Person infiziert ist. Zudem gilt für alle Tests: Sie sind eine Momentaufnahme. Je mehr Zeit seit dem negativen Test vergangen ist, umso weniger sagt das Ergebnis darüber aus, ob man infiziert und ansteckend sein könnte. Daher sollte man auch bei einem negativen Ergebnis eines Tests unbedingt umsichtig handeln und die AHA+L+A-Regeln einhalten, d.h. Abstand wahren, Hygieneregeln berücksichtigen, in bestimmten Situationen wie im öffentlichen Nahverkehr Maske tragen und regelmäßig gut lüften. Sachgerechtes Lüften bewirkt durch regelmäßige und hohe Frischluftzufuhr, dass potentiell virushaltige Luftpartikel konsequent abtransportiert werden.

Personen, die typische Symptome einer Infektion mit dem Coronavirus SARS CoV-2 aufweisen, insbesondere Husten, Fieber, Schnupfen oder Geruchs- oder Geschmacksverlust, wird dringend empfohlen, zur Durchführung eines Tests unverzüglich mit einer Ärztin, einem Arzt oder einer Testeinrichtung Kontakt aufzunehmen und bis zum Vorliegen eines Testergebnisses vorsorglich zu Hause zu bleiben und Kontakte zu anderen Personen zu vermeiden sowie vorsorglich eine Liste über Kontakte zu führen. Solange keine COVID-19-typischen Krankheitszeichen auftreten und ggf. durchgeführte Corona-Tests negativ sind, besteht keine Absonderungspflicht und es muss auch kein Kontakt zum Gesundheitsamt aufgenommen werden.

Grafik: Land Niedersachsen
Grafik: Land Niedersachsen

Stand: 25.10.2022

Was tue ich bei einem positiven PCR-Test?

Absondern

Wenn Sie einen positiven PCR-Nachweis haben, müssen Sie sich gemäß der Niedersächsischen Absonderungsverordnung unverzüglich absondern. Das bedeutet: Gehen Sie nach Hause und stellen Sie persönliche Kontakte ein. Dies gilt auch ohne Kontaktaufnahme seitens des Gesundheitsamtes. Der Impf- oder Genesenenstatus hat keine Auswirkung auf die Pflicht zur Isolierung.

Kontakte informieren

Darüber hinaus informieren Sie bitte all Ihre Kontaktpersonen der letzten zwei Tage vor oder seit dem Tag der Abstrichnahme des positiven PCR-Tests über Ihre Infektion. Das betrifft die Personen, die:
•    länger als 10 Minuten und mit einem Abstand von weniger als 1,5 Metern Kontakt zu Ihnen hatten, ohne dass beide Personen durchgehend und korrekt eine Mund-Nasen-Bedeckung getragen haben, 
•    ein Gespräch mit Ihnen mit einem Abstand von weniger als 1,5 Metern geführt haben, ohne dass beide Personen durchgehend und korrekt eine Mund-Nasen-Bedeckung getragen haben oder   
•   einen schlecht belüfteten Raum länger als 10 Minuten mit Ihnen geteilt haben, auch wenn durchgehend und korrekt eine Mund-Nasen-Bedeckung getragen wurde.

Haben Sie Kontakt zu vulnerablen Gruppen, werden Sie vom Gesundheitsamt kontaktiert. Ggf. muss dem Gesundheitsamt auf Verlangen eine Kontaktliste zur Verfügung gestellt werden.

Kontaktpersonen wird dringend empfohlen, Kontakte, insbesondere zu Personen mit besonders hohem Risiko für einen schweren oder tödlichen Krankheitsverlauf, zu vermeiden und in den fünf auf den Kontakt folgenden Tagen täglich einen anerkannten PoC-Antigen-Test zur patientennahen Durchführung durch Dritte oder einen Selbsttest durchzuführen.

Arbeitgeber / Schul- oder Kitaleitung informieren

Informieren Sie Ihren Arbeitgeber über die Absonderung und deren voraussichtliches Ende. Dafür ist keine Bescheinigung des Gesundheitsamtes notwendig. Bei Kindern und Jugendlichen informieren Sie bitte die Kita- bzw. Schulleitung. Weitere Informationen zu Kindern in Kita oder Schule finden Sie hier.

Grafik: Land Niedersachsen
Grafik: Land Niedersachsen

Stand: 1.8.2022

Muss ich aufgrund eines positiven Tests Kontakt mit dem Gesundheitsamt aufnehmen?

Laut Absonderungsverordnung sollen Sie Ihr positives PCR-Test-Ergebnis an das Gesundheitsamt übermitteln, alledings werden dem Gesundheitsamt täglich automatisch von den Laboren alle positiven PCR-Nachweise der Bürgerinnen und Bürger mit Wohnsitz im Landkreis Hildesheim gemeldet. Das Gesundheitsamt bearbeitet die labordiagnostisch nachgewiesenen Fälle und nimmt dabei notwendigerweise Priorisierungen vor: In der jetzigen Phase der Pandemie geht es vor allem darum, Personen mit einem hohen Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf zu schützen und zu verhindern, dass viele Menschen eine Behandlung im Krankenhaus benötigen sowie die Arbeitsfähigkeit der in den Einrichtungen tätigen Personen zu erhalten.

Daher konzentrieren sich die aktiven Ermittlungen des Gesundheitsamts derzeit auf

  • in Einrichtungen der Pflege und Eingliederungshilfe betreute Personen mit dem Risiko schwerer Verläufe.
  • Personen mit Kontakt zu besonders gefährdeten Menschen wie z.B. in Pflege- oder Alteneinrichtungen. Sie könnten eine Infektion in Risikogruppen weitertragen oder eine Vielzahl von Menschen anstecken.
  • in medizinischen Einrichtungen oder Pflegeeinrichtungen tätige Personen zur Aufrechterhaltung der Arbeitsfähigkeit der Einrichtungen sowie
  • Häufungen von Infektionen in Gemeinschaftseinrichtungen (Kitas und Schulen)

Die Niedersächsische Absonderungsverordnung regelt rechtsverbindlich, dass eine mittels einer PCR positiv getestete Person verpflichtet ist, sich in umgehend in die Isolierung zu begeben. Diese Pflicht zur Isolierung gilt auch ohne eine Anordnung des Gesundheitsamtes.

Stand: 1.8.2022

Was bedeutet Isolierung bzw. Quarantäne?

Isolierung und Quarantäne sind Absonderungmaßnahmen, deren Ziel es ist, durch die Einschränkung von Kontakten zu anderen Personen die Verbreitung eines Krankheitserregers wie z. B. des Coronavirus SARS-CoV-2 möglichst zu verhindern.

▪       Sie dürfen in dieser Zeit Ihre Wohnung nicht ohne ausdrückliche Zustimmung des Gesundheitsamtes verlassen und auch keinen Besuch von Personen empfangen, die nicht Ihrem Haushalt angehören.

▪       Ausnahmen, die Absonderung z.B. für einen Arztbesuch zu unterbrechen, müssen vorab vom Gesundheitsamt genehmigt werden. In einem medizinischen Notfall dürfen Sie die Wohnung selbstverständlich ohne Genehmigung verlassen.

▪       Falls Sie mit Genehmigung des Gesundheitsamts die Absonderung unterbrechen und Ihre Wohnung verlassen, halten sie Abstand tragen Sie gegebenenfalls eine Mund-Nasen-Bedeckung (in öffentlichen Verkehrsmitteln eine FFP2-Maske) und beachten Sie Schutz- und Hygienemaßnahmen, um eine Ansteckung anderer Personen mit dem Corona-Virus zu vermeiden.

▪       Entwickeln Sie während Ihrer Absonderung typische Symptome einer SARS-CoV-2-Infektion wie z.B. Fieber, Geruchs- oder Geschmacksverlust, Halsschmerzen, Husten, Kopfschmerzen, neu aufgetretene Kurzatmigkeit, dauerhafte Müdigkeit oder Schnupfen, kontaktieren Sie bitte umgehend das Gesundheitsamt.

▪       Die Absonderung endet ohne weitere Kontaktaufnahme durch das Gesundheitsamt am Ende des fünften Tags nach dem Tag der Abstrichnahme des PCR-Tests mit Nachweis des SARS-CoV-2-Virus, soweit Sie mindestens seit 48 Stunden frei von akuten COVID-19-typischen Symptomen wie Fieber, Halsschmerzen, Husten, neu aufgetretene Kurzatmigkeit oder Schnupfen waren.

Zudem sind folgende Hygieneregeln zu beachten:

  • Soweit möglich Minimierung der Kontakte - auch zu Personen des eigenen Haushalts.
  • Nach Möglichkeit zeitliche und räumliche Trennung von den anderen Haushaltsmitgliedern z.B. durch nicht gemeinsames Einnehmen der Mahlzeiten und nicht gemeinsamer Aufenthalt in einem Raum.
  • Beim Husten und Niesen Abstand zu anderen halten, sich wegdrehen und in eine Armbeuge husten oder niesen. Einmaltaschentücher benutzen und anschließend sofort entsorgen.
  • Regelmäßig die Hände gründlich mit warmem Wasser und Seife waschen und das Berühren von Augen, Nase und Mund möglichst vermeiden.
  • Regelmäßig und gründlich lüften, denn sachgerechtes Lüften bewirkt durch regelmäßige und hohe Frischluftzufuhr, dass potentiell virushaltige Luftpartikel konsequent abtransportiert werden.

Der Impf- oder Genesenenstatus hat keine Auswirkung auf die Pflicht zur Isolierung.

Kontaktpersonen wird dringend empfohlen, Kontakte, insbesondere zu Personen mit besonders hohem Risiko für einen schweren oder tödlichen Krankheitsverlauf, zu vermeiden und in den fünf auf den Kontakt folgenden Tagen täglich einen anerkannten PoC-Antigen-Test oder einen Selbsttest durchzuführen.

Stand: 1.8.2022

Wann endet die Pflicht zur Isolierung?

Das Ende der Isolierung ist in der Niedersächsischen Absonderungsverordnung verbindlich festgelegt:

Personen, die sich mit dem Coronavirus infiziert haben, bei denen zu keinem Zeitpunkt typische Symptome einer Infektion mit dem Coronavirus SARS CoV-2 vorlagen, müssen sich fünf Tage in häusliche Isolation begeben - beginnend mit dem Tag nach dem Tag der Probenahme des Tests mit dem Nachweis des SARS-CoV-2-Virus.

Wenn typische Symptome vorlagen, darf die Isolierung grundsätzlich nur dann mit dem Tag fünf beendet werden, wenn die Betroffenen seit mindestens 48 Stunden zuvor frei von akuten COVID-19-typischen Symptomen wie Fieber, Halsschmerzen, Husten, neu aufgetretene Kurzatmigkeit oder Schnupfen sind.

Die Isolierung endet ohne weitere Kontaktaufnahme durch das Gesundheitsamt. Das heißt: Wenn Sie am Montag einen positiven PCR-Abstrich hatten, beginnt die Isolierung am Dienstag und endet am Samstag. Sonntag dürfen Sie Ihre Wohnung also wieder verlassen. Nach Beendigung der Absonderung wird allerdings dringend empfohlen, täglich einen PoC-Antigen-Schnelltest oder eine Selbsttestung durchzuführen und sich bis zu einem negativen Testergebnis freiwillig selbst weiter zu isolieren.

Für Beschäftigte im Gesundheitswesen, in Alten- und Pflegeeinrichtungen, ambulanten Pflegediensten sowie Wohneinrichtungen der Eingliederungshilfe bleibt für die Wiederaufnahme ihrer Tätigkeit nach Ende der Isolierung nach fünf Tagen neben der seit 48 Stunden bestehenden Symptomfreiheit die Pflicht, der Einrichtungsleitung ein negatives Testergebnisses eines PoC-Antigen-Schnelltests oder PCR-Tests vorzulegen.

Grafik: Land Niedersachsen
Grafik: Land Niedersachsen

Stand: 1.8.2022

Kann ich meine Isolierung verkürzen?

Mit der Änderung der Absonderungsverordnung gilt eine fünftägige Absonderungspflicht, eine Verkürzung ist nicht vorgesehen. Wenn bei Ihnen während der Isolierung keinerlei typische Symptome einer Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 vorlagen, können Sie die Isolierung an Tag fünf nach dem Tag der Abstrichnahme des positiven PCR-Tests beenden. Wenn typische Symptome vorlagen, darf die Isolierung grundsätzlich nur dann mit dem Tag 5 beendet werden, wenn die Betroffenen seit mindestens 48 Stunden frei von aktuen COVID-19-typischen Symtomen sind.

Es wird dringend empfohlen, nach dem Ende der Pflicht zur Isolierung täglich einen anerkannten PoC-Antigen-Test oder einen Selbsttest zu machen und sich bis zum Vorliegen eines negativen Testergebnisses freiwillig weiter zu isolieren.

Stand: 1.8.2022

Wann gelte ich als genesen?

Als vollständig genesen gelten laut Infektionsschutzgesetz alle Personen, die eine Corona-Infektion überstanden haben - dies mit einem positiven Nukleinsäurenachweis (PCR, PoC-NAAT oder weitere Methoden der Nukleinsäureamplifikationstechnik) nachgewiesen wurde – und die Testung zum Nachweis der vorherigen Infektion mindestens 28 Tage und höchstens 90 Tage zurückliegt.

Personen, deren Erkrankung länger als drei Monate zurückliegt, gelten nicht mehr als genesen. Zwar bildet das Immunsystem bei einer Erkrankung entsprechende Antikörper aus, diese reduzieren sich aber nach einer gewissen Zeit wieder. Genesene Personen können sich bereits vier Wochen nach einer überstandenen Corona-Infektion gegen das Corona-Virus impfen lassen. Sie gelten dabei bereits mit nur einer Impfung als vollständig immunisiert und geschützt.

Stand: 1.8.2022

Woher bekomme ich meinen Genesenennachweis?

Zur besseren Beurteilung des Infektionsgeschehens werden Sie gebeten, nach Ende der Isolierung ein Webformular auszufüllen. Der Link zum Formular sowie die notwendige Nutzerkennung sind im Informationsschreiben, das Sie vom Gesundheitsamt erhalten, vemerkt. Sie finden das Formular außerdem hier. In diesem Webformular können Sie angeben, ob Sie einen Bescheid über Ihre Isolierung und/oder einen Genesenennachweis benötigen.

Ein Genesenennachweis muss wie der Impfnachweis in deutscher, englischer, französischer, italienischer oder spanischer Sprache in verkörperter oder digitaler Form vorgezeigt werden. Neben der Art der Testung mit Nukleinsäurenachweis zum Nachweis der vorherigen Infektion ist auch die Zeit, die nach der Testung vergangen sein muss, entscheidend. Der Zeitpunkt der Abnahme des positiven Tests darf dabei nur maximal drei Monate (90 Tage) zurückliegen.

Ein Genesenen-Nachweis muss aus fachlicher Sicht folgenden Vorgaben entsprechen:

  • Die Testung zum Nachweis der vorherigen Infektion muss durch eine Labordiagnostik mittels Nukleinsäurenachweis (PCR, PoC-PCR oder weitere Methoden der Nukleinsäureamplifikationstechnik) erfolgt sein und das
  • Datum der Abnahme des positiven Tests muss mindestens 28 Tage zurückliegen und das
  • Datum der Abnahme des positiven Tests darf höchstens 90 Tage zurückliegen.

Stand: 19.10.2022


Informationen für enge Kontaktpersonen

Wann kann man sich mit dem SARS-CoV-2 Coronavirus anstecken?

Anstecken können Sie sich:

  • Zwei Tage vor dem Symptombeginn bzw. vor dem Tag der Probenahme eines Tests mit dem Nachweis des SARS-CoV-2-Virus einer infizierten Person und
  • Während der gesamten Isolierungszeit einer infizierte Person

Stand: 1.8.2022

Wann gelte ich als enge Kontaktperson?

Als enge Kontaktpersonen mit erhöhtem Ansteckungsrisiko gelten laut Niedersächsischer Absonderungsverordnung Personen, zu denen in den letzten zwei Tagen oder seit Durchführung des Tests enger Kontakt bestand. Das sind Personen, die:

  • länger als 10 Minuten und mit einem Abstand von weniger als 1,5 Metern Kontakt zu einer anderen Person hatten, ohne dass beide Personen durchgehend und korrekt eine Mund-Nasen-Bedeckung getragen haben
  • ein Gespräch mit einer Person mit einem Abstand von weniger als 1,5 Meter geführt haben, ohne dass beide Personen durchgehend und korrekt eine Mund-Nasen-Bedeckung getragen haben oder
  • einen schlecht belüfteten Raum länger als 10 Minuten mit einer anderen Person geteilt haben, auch wenn durchgehend und korrekt eine Mund-Nasen-Bedeckung getragen wurde.

Die Pflicht zur Quarantäne für enge Kontaktpersonen wurde im Zuge der Verordnungsänderung vom 7. Mai 2022 aufgehoben. Kontaktpersonen wird dringend empfohlen, Kontakte, insbesondere zu Personen mit besonders hohem Risiko für einen schweren oder tödlichen Krankheitsverlauf, zu vermeiden und in den fünf auf den Kontakt folgenden Tagen täglich einen anerkannten PoC-Antigen-Test oder einen Selbsttest durchzuführen.

Grafik: Land Niedersachsen
Grafik: Land Niedersachsen

Stand: 1.8.2022

Wann muss ich in Quarantäne?

Die Pflicht zur Quarantäne für enge Kontaktpersonen wurde im Zuge der Änderung der Absonderungsverordnung vom 7. Mai 2022 aufgehoben. Nach Kontakt zu einer infizierten Person wird jedoch dringend empfohlen, sich für fünf Tage selbst zu testen und die eigenen Kontakte so weit wie möglich zu reduzieren - insbesondere zu älteren Menschen sowie Risikogruppen für einen schweren Krankheitsverlauf. Beschäftigte im Gesundheitswesen sowie in Alten- und Pflegeeinrichtungen und ambulanten Pflegediensten, die enge Kontaktpersonen geworden sind, dürfen an den fünf auf den Tag des Kontaktes folgenden Tagen in der Einrichtung nur tätig werden, wenn sie sich täglich vor Dienstantritt mit einem anerkannten PoC-Antigen-Test, einem Selbsttest, einem PCR-Test oder Nukleinsäure-Amplifikationstest testen und das Testergebnis jeweils negativ ist.

Stand: 1.8.2022

Ich lebe mit einem Coroninfizierten in einem Haushalt. Wie muss ich mich verhalten?

Alle Haushaltsmitglieder sollten wichtige Verhaltensregeln einhalten, um eine Weiterverbreitung des Virus zu unterbinden. Dazu gehört z.B. sich in unterschiedlichen Räumen aufzuhalten, Abstand zu halten und Körperkontakt zu vermeiden. Haushaltsangehörige von Personen, die sich in Isolierung befinden, sollten ihre eigenen Kontakte möglichst verringern und keine Personen außerhalb des eigenen Haushaltes treffen.

Haushaltsmitgliedern von Personen, die mit SARS-CoV-2 infiziert sind, wird empfohlen, Kontakte, insbesondere zu Personen mit besonders hohem Risiko für einen schweren oder tödlichen Krankheitsverlauf, zu vermeiden und in den fünf auf den Kontakt folgenden Tagen täglich einen anerkannten PoC-Antigen-Test oder einen Selbsttest durchzuführen.

Stand: 1.8.2022


Weitere Informationen

Wann gelte ich als geimpft bzw. geboostert?

Ein Impfnachweis, der einen vollständigen Impfschutz gegen das Coronavirus SARS-CoV-2 beweist, muss in deutscher, englischer, französischer, italienischer oder spanischer Sprache in verkörperter oder digitaler Form (nicht abfotografiert) erbracht werden. Bei der Impfung muss ein vom Paul-Ehrlich-Institut (PEI) im Benehmen mit dem Robert Koch-Institut anerkannter Impfstoff verwendet worden sein. Die Auflistung der Impfstoffe sind zu finden auf der Website des PEI.

Wichtig ist auch die für einen vollständigen Impfschutz erforderliche Anzahl an Impfungen sowie die Intervallzeit zwischen den Impfungen. So gelten als vollständig geimpft alle Menschen, die drei Einzelimpfungen erhalten haben und die letzte Einzelimpfung mindestens drei Monate nach der zweiten Einzelimpfung erfolgt ist. Bis zum 30. September 2022 liegt ein vollständiger Impfschutz auch bei zwei Einzelimpfungen vor.
Als genesen gelten laut Infektionsschutzgesetz alle Personen, die eine Corona-Infektion überstanden haben - und dies mit einem positiven PCR-Labortest nachweisen können, der mindestens 28 Tage und höchstens 90 Tage (drei Monate) alt ist.

Stand: 1.8.2022

Warum höre ich nichts vom Gesundheitsamt?

Das Gesundheitsamt des Landkreises Hildesheim steht wie alle anderen Gesundheitsämter der Bundesrepublik vor sehr großen Herausforderungen. Gegenwärtig erhalten alle Personen, bei denen mittels PCR das SARS-CoV-2-Virus nachgewiesen wurde, ein Informationsschreiben des Gesundheitsamts mit wichtigen Hinweisen.

Bei der Bearbeitung der labordiagnostisch nachgewiesenen Fälle nimmt das Gesundheitsamt notwendigerweise Priorisierungen vor: In der jetzigen Phase der Pandemie geht es vor allem darum, Personen mit einem hohen Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf zu schützen und zu verhindern, dass viele Menschen eine Behandlung im Krankenhaus benötigen sowie die Arbeitsfähigkeit der in den Einrichtungen tätigen Personen zu erhalten. Daher konzentrieren sich die aktiven Ermittlungen des Gesundheitsamts derzeit auf

  • in Einrichtungen der Pflege und Eingliederungshilfe betreute Personen mit dem Risiko schwerer Verläufe
  • Personen mit Kontakt zu besonders gefährdeten Menschen wie z.B. in Pflege- oder Alteneinrichtungen. Sie könnten eine Infektion in Risikogruppen weitertragen oder eine Vielzahl von Menschen anstecken
  • in medizinischen Einrichtungen oder Pflegeeinrichtungen tätige Personen zur Aufrechterhaltung der Arbeitsfähigkeit der Einrichtungen sowie
  • Häufungen von Infektionen in Gemeinschaftseinrichtungen (Kitas und Schulen)

Die Pflicht zur Isolierung gilt auch ohne eine Anordnung des Gesundheitsamtes. So regelt die Niedersächsische Absonderungsverordnung rechtsverbindlich, dass eine mittels einer PCR positiv getestete Person verpflichtet ist, sich in umgehend in die Isolierung zu begeben.

Die hier aufgeführten Informationen sollen dazu dienen, Ihre Fragen zu beantworten, da Sie in vielen Fällen unabhängig von einer Kontaktaufnahme durch das Gesundheitsamt eigenständig verantwortungsvoll handeln können und müssen. Fragen zu Ihrem persönlichen Einzelfall können Sie per Mail an infektionsschutz@landkreishildesheim.de senden. Das Gesundheitsamt bemüht sich, möglichst zeitnah zu antworten.

Weitere Informationen finden Sie auf der Website des Landes Niedersachsen.

Stand: 1.8.2022

Kontakt

Die Hotline des Gesundheitsamtes Hildesheim erreichen Sie montags bis donnerstags von 9 bis 16 Uhr sowie freitags von 9 bis 12 Uhr unter der Nummer 05121 309-7777. Bitte beachten Sie, dass es wegen der Vielzahl der Anrufe es nicht immer gewährleistet werden kann, dass Sie einen persönlichen Ansprechpartner erreichen. Alternativ schicken Sie Ihre Anfrage bitte per E-Mail an gesundheit@landkreishildesheim.de.

Fragen zu Ihrem persönlichen Einzelfall können Sie per Mail an infektionsschutz@landkreishildesheim.de senden.


Stand: 1.8.2022

Weiterführende Links

Beim Land Niedersachsen finden Sie Grafiken, die übersichtlich und einfach erklären, wie Sie sich in welchem Fall verhalten müssen:

https://www.niedersachsen.de/download/176037

Stand: 1.8.2022